Was kostet eine IoT-App?

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App-Agentur
08-04-2019
08.04.2019

Das Internet der Dinge („Internet of Things, kurz: IoT) ist auf dem Vormarsch und setzt sich in immer mehr Lebensbereichen durch. Vor allem im Zusammenhang mit „Industrie 4.0“ und Smarthome-Anwendungen kommen bei der Digitalisierung von Prozessen unterschiedlichste IoT-Apps zum Einsatz, etwa in den Bereichen Fertigung und Automation, wenn physische und virtuelle Gegenstände miteinander verknüpft werden. Dementsprechend wächst auch die Nachfrage nach leistungsfähigen Apps, mit denen sich die vielfältigen neuen Aufgaben erledigen lassen.

Vorteile von IoT-Anwendungen

Die Entwicklung einer IoT-App ist mit zum Teil erheblichen Investitionen verbunden – demgegenüber steht jedoch im günstigsten Fall eine erhebliche Steigerung des Unternehmenswerts. Dies kann einerseits geschehen durch die Vernetzung von Produkten: So können Unternehmen IoT-Anwendungen in ihre Produkte integrieren und sich dadurch vom Wettbewerb abheben, vielleicht sogar ein echtes Alleinstellungsmerkmal schaffen.

Ein zweiter Erfolgsfaktor ist die Vernetzung von Prozessen: So kann man das Internet der Dinge dafür nutzen, Abläufe im Unternehmen mithilfe der gesammelten, intelligenten Daten und Informationen zu optimieren. Gerade im Umgang mit großen Datenmengen, im Bereich des maschinellen Lernens oder Predictive Analytics sind IoT-Anwendungen oder Smart Apps geeignet, den Workflow zu verbessern und das Geschäft für die digitale Transformation fit zu machen.

Wie wird eine IoT-App entwickelt?

Die Entwicklung einer IoT-App läuft im Grunde nicht anders als bei anderen Apps ab, allerdings kommen einige wesentliche Komponenten hinzu, die sich dann auch im Preis für das Projekt niederschlagen: So muss neben der Software natürlich auch die Hardware berücksichtigt werden, also die Geräte, die es mit der App zu überwachen und zu steuern gilt, sowie Peripheriegeräte, Netzwerkkomponenten wie z. B. WLAN und Server, aber auch Programmierschnittstellen, Datenbanken zur Sammlung der erhobenen Daten und einiges mehr.

Welche Kosten entstehen bei der Entwicklung der IoT-App?

Dies hängt natürlich sehr stark von den Anforderungen an die App ab. Prinzipiell gibt es bei der Entwicklung fünf Kostenblöcke oder auch Projektphasen, in denen unterschiedliche Kosten anfallen.

1. Idee, Konzept und Planung:

Am Anfang steht die Idee. Weiß der Kunde schon genau, was die App können soll, oder geht es um die grundlegende Ideenfindung für ein App-Projekt? Welche Geräte müssen eingebunden werden, welche weiteren Komponenten werden benötigt, wie sieht es mit dem Hosting aus? In der Planungsphase müssen eine ganze Reihe von komplexen Fragen geklärt und mit den beteiligten Parteien – also im Wesentlichen Soft- und Hardwareentwicklern sowie weiteren Dienstleistern – abgestimmt werden.

2. Proof of Concept, Prototyping und MVP:

Diese Schritte sind sehr wichtig, um bereits in einer frühen Projektphase die Machbarkeit zu prüfen, Funktionen und das Zusammenspiel der Komponenten zu simulieren und zu testen, ohne schon große Summen in die Produktion des finalen „Smart-Geräts“ investieren zu müssen und um einfach Änderungen vornehmen zu können. Mehr Infos zu Proof of Concept, Prototyping und MVP finden Sie auch hier. (Verlinkung zum Artikel „Was kostet eine App?)

Für die beiden ersten Phasen, also Konzeptionierung und PoC/Prototyping/MVP, fallen je nach IoT-App mindestens 5.000 Euro an, grob gerechnet kann man an dieser Stelle mit etwa 5 bis 10 Prozent der gesamten Projektkosten rechnen.

3. Hardware:

Der Bau der Hardware bzw. die Ausrüstung mit allen benötigten Komponenten wie Mess- oder Bewegungssensoren, Kameras etc. ist der größte Kostenfaktor bei der Entwicklung einer IoT-App. Er macht im Schnitt etwa 60 bis 70 % der Gesamtkosten aus.

Hinzu kommen dann noch ca. 10 bis 15 % der Gesamtkosten für die Umsetzung und Zusammenführung der verschiedenen „Gewerke“, also Hardware Engineering und Datenbankentwicklung, Schnittstellen/Middleware und schließlich die eigentliche Endanwendung – die App.

4. Software: Entwicklung der IoT-App

Die Kosten für die Softwareentwicklung sind im Gesamtgefüge relativ überschaubar und nehmen rund 10 bis 15 % des Budgets in Anspruch. Welche Faktoren bei einer App-Entwicklung eine Rolle spielen, können Sie auch in unserem Artikel „Was kostet eine App?“ nachlesen – dazu zählen z. B. gewünschte Features und der Leistungsumfang der App, die Zahl der Plattformen, für die programmiert werden muss etc. (Verlinkung)

Checkliste: Diese Faktoren beeinflussen die Kosten eines IoT-App-Projekts im Bereich der Softwareentwicklung

Hier können Sie noch einmal auf einen Blick prüfen, welche Stellschrauben ausschlaggebend sind für die Kosten, die bei der Programmierung Ihrer IoT-App anfallen. Darüber hinaus schlagen allerdings die oben beschriebenen Ausgaben für den Bereich der Hardware mit deutlich höheren Kosten zu Buche. Es ist deshalb empfehlenswert, dass sich alle beteiligten Parteien frühzeitig miteinander abstimmen, um für das Projekt ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erzielen.

Für welche Plattformen soll die App entwickelt werden?

Die Entwicklungskosten für das Apple-Betriebssystem iOS und Android sind in etwa gleich hoch, wobei Android aufgrund der großen Zahl unterschiedlicher Testgeräte in den meisten Fällen etwas teuer ist. Tiefer in die Tasche greifen muss man bei einer Entwicklung für Windows Phone, da es hier weniger versierte Entwickler gibt, die sich mit der doch noch eher „exotischen“ Plattform in der Tiefe auskennen.

Zudem spielt es eine Rolle, ob nur für Smartphoneanwendungen, nur für Tablets oder beides programmiert werden muss.

Wer steuert das Design bei?

Auftraggeber, die eigene Grafik-Designer beschäftigen, können natürlich Kosten sparen, wenn sie das Layout für Grafiken, Icons, Hintergründe etc. inhouse erstellen. Wird die App-Agentur hingegen auch mit dem Design beauftragt, kommt dieser Kostenfaktor entsprechend dazu.

Wird ein High-End-Design benötigt?

Stellt der Kunde das Design nicht selbst zur Verfügung und beauftragt die Agentur damit, gibt es drei Kostenstufen. Die günstigste Variante: Der Kunde entscheidet sich für eine Designvorlage/ein Template. Die zweite Variante ist es, das Design neu entwickeln zu lassen. Bei Variante 3 baut das Design auf der Corporate Identity des Unternehmens auf. Ob variante 2 oder 3 letzten Endes teurer wird, lässt sich nicht pauschal sagen. Unter Umständen kann die Arbeit auf Basis des CI jedoch den kreativen Aufwand für die Agentur reduzieren.

Ist eine externe Anbindung der App an einen Webserver, eine Datenbank o. Ä. notwendig?

Ist dies nötig, erhöhen sich die Kosten ebenfalls, denn dann müssen Schnittstellen für die Übertragung der anfallenden Daten eingerichtet, die bereits vorhandene Datenbank angebunden bzw. evtl. neue Datenbanken eingerichtet werden. Zudem wird ein Administrationsbereich zur Verwaltung der Daten nötig.

Benötigt die App ein Login?

Falls nicht, fallen hier natürlich auch keine Kosten an, andernfalls kommt es darauf an, ob der Login/die Registrierung nur mit einer E-Mail-Adresse erfolgen soll oder ob gleichzeitig auch das Einloggen per Social-Media-Account erwünscht ist.

Weitere Kostenfaktoren

  1. Integration einer Bezahlfunktion in die App
  2. Datensynchronisierung über verschiedene Geräte nötig
  3. Die App soll eine Bewertungsfunktion enthalten
  4. Es soll eigene Userprofile geben
  5. Das Entwicklungsstadium der App (erste Idee oder schon fertiges Konzept?)

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